MDR-FORSCHUNG
Forschung · Prävention · Dekolonisierung
Wissenschaftliche Illustration von Escherichia coli, Klebsiella pneumoniae und Enterococcus faecalis

Gemeinsam gegen
multiresistente Erreger.

Wir setzen uns für Forschung, wissenschaftliche Zusammenarbeit und neue Strategien zur Prävention, Behandlung und Dekolonisierung ein – insbesondere bei wiederkehrenden, chronischen und schwer behandelbaren Infektionen.

Forschung fördern

Wissenschaftliche Ansätze und Projekte unterstützen

Wissen teilen

Wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich aufbereiten

Zusammenarbeit stärken

Forschende, Kliniken und Betroffene vernetzen

Betroffene unterstützen

Informationen zu Studien und Forschungsansätzen

Forschung im Labor: Pipette und Petrischale

Forschung

Unsere Forschungsschwerpunkte und wissenschaftlichen Perspektiven.

→
Forschende bei der gemeinsamen Auswertung von Laborergebnissen

Für Forschende

Kooperationsmöglichkeiten, Projektideen und Kontaktaufnahme.

→
Ärztin im Gespräch mit einer Patientin

Für Betroffene

Verständliche Informationen zu Erregern, Dekolonisierung und Studien.

→
Wissenschaftliche Fachartikel und Mikroskop

Aktuelles

Nachrichten aus der Forschung, Studienaufrufe und Entwicklungen.

→
Über uns

Forschung braucht Zusammenarbeit.

MDR-Forschung setzt sich für die Erforschung multiresistenter Krankheitserreger und die Entwicklung neuer wissenschaftlich begründeter Strategien ein. Dabei sollen die Perspektiven von Betroffenen und die Expertise aus Forschung und Medizin zusammenkommen.

Unsere Schwerpunkte reichen von Prävention und Diagnostik bis zu innovativen Ansätzen zur Behandlung und Dekolonisierung.

Unsere Schwerpunkte

  • Multiresistente bakterielle Krankheitserreger
  • Mikrobiom und mikrobiombasierte Therapieansätze
  • Dekolonisierung und Infektionsprävention
  • Phagentherapie und innovative Behandlungen
  • Patientenorientierte Forschung
Die Menschen hinter MDR-Forschung

Vorstand und Expertenbeirat

MDR-Forschung verbindet wissenschaftliche, medizinische und organisatorische Expertise, um neue Forschungsansätze gegen multiresistente Krankheitserreger zu unterstützen.

Dr. Dominika Schiebl

Dr. Dominika Schiebl

1. Vorsitzende

Dr. Dominika Schiebl ist promovierte Kommunikations- und Informationswissenschaftlerin, Informatikerin und systemische Therapeutin. Darüber hinaus verfügt sie über einen M.Sc. in Psychologischer Medizin (Psychological Medicine).

Sie ist Vorsitzende von MCT8 Forschung e.V. sowie Gründerin und Leiterin der Rare & Resistant Research Initiative. Ihr Schwerpunkt liegt auf patientenzentrierter Forschung, wissenschaftlichem Informationsmanagement und der Vernetzung von Forschung und Betroffenen.

Meine Vita und Forschungsweg →

 

Rechtsanwalt Jörg Reich

Jörg Reich

2. Vorsitzender

Jörg Reich ist Rechtsanwalt, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und Partner der ZRWD Rechtsanwälte Partnerschaft mbB.

Zu seinen weiteren Tätigkeitsgebieten zählen Arbeitsrecht, allgemeines Vertragsrecht, Grundstücks- und Immobilienrecht, Kaufrecht, Maklerrecht und Verkehrsrecht.

Warum wir uns engagieren →

 

Dr. med. Khai-Qui Vi

Dr. med. Khai-Qui Vi

Vorsitzender des Expertenbeirats

Dr. med. Khai-Qui Vi ist Facharzt für Allgemeinmedizin und Laboratoriumsmedizin und als niedergelassener Arzt in Hamburg tätig. Er verfügt über zusätzliche Qualifikationen in Notfallmedizin, Betriebsmedizin, psychosomatischer Grundversorgung und Akupunktur.

In seiner ärztlichen Tätigkeit verbindet er hausärztliche Versorgung, Akutmedizin und psychosomatische Behandlungsansätze. Mit seiner vielseitigen medizinischen Erfahrung unterstützt er als Vorsitzender des Expertenbeirats die fachliche Arbeit von MDR-Forschung

 

Forschung

Neue Wege wissenschaftlich untersuchen.

Wir interessieren uns für fundierte Forschungsansätze zur Prävention, Diagnostik und Behandlung multiresistenter Erreger. Auf dieser Seite können künftig Forschungsfelder, Studieninformationen und tatsächlich unterstützte Projekte transparent vorgestellt werden.

Für Forschende

Ideen verbinden. Erkenntnisse ermöglichen.

Sie forschen zu multiresistenten Erregern, dem Mikrobiom oder innovativen Behandlungsmöglichkeiten? Wir freuen uns über den wissenschaftlichen Austausch und Anfragen zu möglichen Kooperationen.

Kontakt aufnehmen →

So kann der Austausch beginnen

  1. Forschungsthema und Fragestellung vorstellen
  2. Mögliche Anknüpfungspunkte gemeinsam besprechen
  3. Weitere Schritte individuell vereinbaren

Hinweis: Dies ist kein veröffentlichtes Förderverfahren und keine Förderzusage.

Für Betroffene

Multiresistente Harnwegsinfektionen verstehen.

Antibiotikaresistenzen und wiederkehrende Harnwegsinfektionen – warum neue Forschungsansätze notwendig sind

Antibiotikaresistenzen gehören zu den großen Herausforderungen der modernen Medizin. Weltweit entwickeln oder verbreiten sich Bakterien, die gegen wichtige Antibiotika unempfindlich sind. Dadurch können bakterielle Infektionen schwieriger zu behandeln sein, länger andauern und zusätzliche medizinische Maßnahmen erforderlich machen. Besonders problematisch sind Infektionen durch multiresistente Erreger, bei denen mehrere üblicherweise eingesetzte Antibiotikagruppen nicht mehr zuverlässig wirken.

Auch bei Harnwegsinfektionen spielen resistente Bakterien eine wichtige Rolle. Zu den häufigen Erregern gehören Escherichia coli und Klebsiella pneumoniae. Daneben können unter anderem Enterococcus faecalis und Pseudomonas aeruginosa komplizierte Harnwegsinfektionen verursachen. Bestimmte Stämme dieser Bakterien besitzen Resistenzmechanismen, die die Auswahl wirksamer Antibiotika erheblich einschränken können.

Wenn Harnwegsinfektionen immer wiederkehren

Für Betroffene können wiederkehrende Harnwegsinfektionen eine erhebliche Belastung darstellen. Wiederholte Beschwerden, häufige Antibiotikatherapien und die Sorge vor erneuten Infektionen können die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.

Die Ursachen wiederkehrender Infektionen sind vielfältig. Neben einer erneuten Infektion durch Bakterien aus der körpereigenen Darmflora kommen unter anderem anatomische und funktionelle Faktoren, Veränderungen des vaginalen Mikrobioms sowie eine unvollständige Erregerelimination infrage. Auch eine erneute Infektion mit demselben Bakterienstamm ist möglich.

Ein weiterer Forschungsbereich sind bakterielle Biofilme. Dabei handelt es sich um Gemeinschaften von Mikroorganismen, die in eine selbst gebildete Schutzmatrix eingebettet sind. Innerhalb solcher Strukturen können Bakterien gegenüber Antibiotika und körpereigenen Abwehrmechanismen weniger empfindlich sein. Welche Bedeutung Biofilme bei wiederkehrenden Harnwegsinfektionen im Einzelfall haben, ist jedoch nicht immer eindeutig nachweisbar und weiterhin Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen.

Neue Wege in der Forschung

Angesichts zunehmender Antibiotikaresistenzen reicht es langfristig nicht aus, ausschließlich neue Antibiotika zu entwickeln. Ebenso wichtig sind Strategien, die wiederkehrende Infektionen verhindern, die Besiedlung mit resistenten Erregern reduzieren und das Risiko weiterer Antibiotikatherapien senken können.

Besonders interessante Forschungsfelder sind die gezielte Beeinflussung des Darmmikrobioms, mikrobiombasierte Dekolonisierungsverfahren, der fäkale Mikrobiota-Transfer sowie die Erforschung von Bakteriophagen. Diese Ansätze befinden sich je nach Verfahren und Anwendungsgebiet in unterschiedlichen Entwicklungs- und Erprobungsstadien. Ihre Wirksamkeit und Sicherheit müssen in geeigneten klinischen Studien untersucht werden.

Unser Ziel

MDR-Forschung e.V. setzt sich dafür ein, die wissenschaftliche Forschung zu multiresistenten Erregern, wiederkehrenden Infektionen und innovativen Präventions- und Behandlungsstrategien zu stärken.

Wir möchten wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich zugänglich machen, Forschungsprojekte sichtbar machen und den Austausch zwischen Betroffenen, Forschenden und medizinischen Fachleuten fördern.

Unser langfristiges Ziel ist es, dazu beizutragen, dass Menschen mit schwer behandelbaren und wiederkehrenden Infektionen von besseren Möglichkeiten der Prävention, Diagnostik und Therapie profitieren können.

Austausch & Selbsthilfe

Gemeinsam sind wir besser informiert.

Unsere Facebook-Community bietet einen Raum, um Erfahrungen, Wissen und mögliche Therapieansätze rund um multiresistente Harnwegsinfektionen zu teilen. Betroffene und Angehörige können sich dort austauschen und gegenseitig unterstützen.

Hinweis: Beiträge in der Gruppe ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung. Die Facebook-Gruppe ist eine externe Plattform.

Zum Community-Forum auf Facebook ↗
◎Erfahrungen teilen.
Wissen verbinden.
Community zu multiresistenten Erregern
Wissenschaft & Aktuelles

Forschung, Studien und Fachwissen.

Eine Auswahl externer Forschungsprojekte und Fortbildungsangebote zu multiresistenten Erregern und Harnwegsinfektionen. Die Nennung bedeutet nicht, dass MDR-Forschung diese Projekte durchführt oder fördert.

Forschungsprojekt · Mikrobiom

DEKOX: Verdrängung multiresistenter Erreger

Das Projekt DEKOX untersucht, ob sich bestimmte multiresistente Erreger im Darm mithilfe von Klebsiella oxytoca gezielt verdrängen lassen. Ein experimenteller Forschungsansatz, der neue Perspektiven für die Dekolonisierung eröffnen könnte.

Klinische Studie · FMT

RESET-MDR: Mikrobiota-Transfer

RESET-MDR untersucht, ob ein individualisierter fäkaler Mikrobiota-Transfer (FMT) zur Dekolonisierung multiresistenter Erreger im Darm beitragen kann. Informationen zu Studienzentren und aktueller Rekrutierung bitte direkt beim Projekt prüfen.

Fachfortbildung

Harnwegsinfekte: unkompliziert bis rezidivierend

Eine Fortbildung mit Prof. Dr. Andreas Wiedemann zu Diagnostik, Therapie und Prävention wiederkehrender Harnwegsinfektionen – einschließlich antibiotischer und nicht antibiotischer Ansätze.

Fachfortbildung

Therapie und Prophylaxe von Harnwegsinfektionen

Weiterführende Fortbildungsinhalte von Prof. Dr. Florian M. E. Wagenlehner und Univ.-Prof. Dr. med. Florian Thalhammer zu aktuellen Behandlungs- und Vorbeugungsstrategien.

Video · Wissenschaftliche Einordnung

Ein Überblick von Dr. Hafner

Ein weiterführendes Video aus dem Umfeld der Universitätsmedizin Frankfurt. Bitte die Aussagen im Kontext des jeweiligen Veröffentlichungsdatums und aktueller Leitlinien einordnen.

Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Therapieempfehlung. Studienangebote und Rekrutierungsstatus können sich ändern.
Kontakt

Mit uns ins Gespräch kommen.

Sie möchten sich wissenschaftlich austauschen oder die Vereinsarbeit unterstützen?

Kontakt-E-Mail: